Schach am Computer: Mensch gegen die Machine

Es ist schon seit Langem die Rede von einer Künstlichen Intelligenz, die die menschliche haushoch überragen sollte. Bis wir diese auf anderen Planeten finden, versuchen wir sie mit Computertechnik selbst zu erstellen. Das Schachspiel eignet sich hier besser als andere Spiele, um die Intelligenz von Computer und Mensch zu vergleichen.

Computerschach als Entwicklungsstand

Dass ein Computer heutzutage intelligent genug ist, um Schach zu spielen, ist definitiv ein technischer Fortschritt. Das war nämlich nicht immer der Fall. Zum Einen ist Schach ein sehr kompliziertes Spiel mit vielen verschiedenen Lösungswegen. Zum Anderen ist es nicht ganz unkompliziert, den Computer so zu programmieren, dass er auf die Taktik seines Gegners richtig reagiert.

Ursprünglich hatte man gehofft, durch das Computerschach Einsicht in das menschliche Denkvermögen zu bekommen. Das hat zwar nicht geklappt, aber dafür gibt es jetzt sogar Wettbewerbe zwischen verschiedenen Computersystemen.

Wettkämpfe mit Computern

Zusätzlich zur Schachweltmeisterschaft für Menschen gibt es auch eine Weltmeisterschaft für Schachcomputer, in denen sich Computer miteinander messen können. Es gab allerdings auch schon so einige Turniere von Schachweltmeistern gegen Computerprogramme, wobei der Computer hier bis jetzt jedes Mal als Sieger hervorging. Die Ausnahme war das Spiel von Garry Kasparow gegen „Deep Junior“ im Jahr 2003. Hierbei endeten die Partien in einem Unentschieden, und Kasparow und die israelischen Programmierer von „Deep Junior“ teilten sich das Preisgeld.

Am Computer Schach üben

Der Computer kann beim Schachspiel durchaus sehr hilfreich sein. So kann man als Anfänger oder auch als Weltmeister die eigene Schachleistung am Computer verbessern. Wer gegen den Computer spielt, der muss allerdings damit rechnen, dass er beim Schach nicht gewinnen wird. Dafür kann man den Computer dazu benutzen, neue Methoden zu erlernen und zu verbessern.

Vielleicht kann man Computerschach mit einer Ballmaschine beim Tennis vergleichen. Man kann zwar nicht gewinnen, aber man kann mit ihr stundenlang üben, denn sie wird nicht müde. Der Computer ist natürlich auch jederzeit verfügbar, was nicht unbedingt der Fall ist, wenn man menschliche Gegenspieler braucht.

Ein weiterer Vorteil des Computer ist es, dass man das Programm oft einstellen kann. So kann man bei vielen Computerprogrammen das Level des Computers einstellen. Wenn der Computer wie ein Anfänger spielt, dann macht das wahrscheinlich auch viel mehr Spaß.

Online Schach SpielenWer nicht gern gegen die Maschine spielt, kann den Computer trotzdem benutzen, um sich beim Schachspielen zu verbessern. Am Besten sucht man sich dafür ein Online Schachforum mit vielen Mitgliedern. Die Chance, dass einer der Schachspieler zur gleichen Zeit für ein Spiel bereit ist, steht ganz gut.

Bei vielen Spielen kann man sogar vorher absehen, wie gut der Gegner ist, wenn der Veranstalter ein Punktesystem benutzt. So kann man zum Beispiel gegen stärkere Spieler spielen, wenn man eine Herausforderung sucht, aber in der Regel kann man mit den Spielern spielen, die auf gleicher Ebene sind.

Aber egal, ob man gegen den Computer, gegen einen Menschen im Internet, oder gegen einen Menschen am Schachbrett spielt, es ist wichtig, dass man die Grundregeln versteht. Wer beim Schach weiterkommen will, der sollte sich vielleicht auch die eine oder andere Strategie aneignen.